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RatgeberWachbuch

Wachbuch im Sicherheitsdienst: was hineingehört

Das Wachbuch ist das Gedächtnis eines Objekts. Es zeigt dem Auftraggeber, was in der Nacht passiert ist, der nächsten Schicht, worauf sie achten muss, und im Streitfall, wer wann was getan hat. Dafür muss es vollständig, zeitnah und unverändert sein.

Stand: 1. Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Ins Wachbuch gehören Dienstbeginn und -ende, Übergaben, Rundgänge, Vorkommnisse, Schlüssel und alles, was die Dienstanweisung verlangt – jeweils mit Uhrzeit und Namen.
  • Einträge sofort schreiben, sachlich, ohne Wertung. Nichts schwärzen oder überschreiben: Eine Korrektur ist ein neuer Eintrag mit Grund.
  • Wie das Wachbuch aussieht, regelt meist der Bewachungsvertrag mit der Dienstanweisung. Dienstanweisungen sind nach § 21 BewachV aufzubewahren.
  • Unten gibt es eine kostenlose Wachbuch-Vorlage als PDF.

Wozu ein Wachbuch da ist

Was hineingehört

EintragInhalt
Kopf je DienstObjekt, Datum, Dienstbeginn und -ende, Name der Wachperson
ÜbergabeWer übergibt an wen, offene Vorkommnisse, Schlüssel und Ausrüstung
RundgängeBeginn und Ende, kontrollierte Bereiche, Auffälligkeiten
VorkommnisseUhrzeit, Ort, was festgestellt wurde, was unternommen wurde, wer informiert wurde
SchlüsselAusgabe und Rücknahme mit Uhrzeit und Namen
Besucher und FremdfirmenName, Firma, Zeit, Anlass – soweit die Dienstanweisung es verlangt
MeldungenAnrufe bei Polizei, Feuerwehr, Leitstelle oder Auftraggeber mit Uhrzeit
TechnikAusgelöste Alarmanlagen, Störungen, defekte Beleuchtung oder Türen

Wie ein guter Eintrag aussieht

Was das Recht dazu sagt

Ein Gesetz, das ein Wachbuch in bestimmter Form für jedes Objekt vorschreibt, gibt es nicht. Die Pflicht ergibt sich meist aus dem Bewachungsvertrag und der Dienstanweisung des Objekts. Die Bewachungsverordnung verlangt aber, dass der Gewerbetreibende Aufzeichnungen über Bewachungsverträge und Wachpersonen führt und Belege wie die Dienstanweisungen sammelt – grundsätzlich bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach ihrer Entstehung (§ 21 BewachV). Für das Wachbuch selbst ist es sinnvoll, sich daran zu orientieren und es mindestens so lange aufzubewahren, wie Ansprüche aus einem Vorfall geltend gemacht werden können.

Papier oder digital?

Das Papierbuch liegt im Objekt, ist ohne Strom lesbar und braucht keine Schulung. Dafür sieht der Auftraggeber es erst, wenn jemand es abfotografiert, Fotos lassen sich nicht anheften, und ob eine Zeile nachträglich ergänzt wurde, sieht man nicht immer. Ein digitales Wachbuch schreibt die Uhrzeit selbst, hängt Fotos an, ist am Morgen beim Auftraggeber und lässt sich so bauen, dass nichts überschrieben werden kann. Wichtig ist, dass es auch im Keller ohne Netz funktioniert.

Kostenlose Wachbuch-Vorlage

Die Vorlage hat einen Kopf je Dienst (Objekt, Datum, Wachperson, Dienstzeit), eine Tabelle für Einträge mit Uhrzeit, Art und Maßnahme und eine Zeile für die Übergabe. A4, zum Ausdrucken.

Dazu passen das Übergabeprotokoll für den Schichtwechsel und das Schlüsselbuch; alle Vorlagen stehen unter Kostenlose Vorlagen.

So hilft Kordo dabei

  • Einträge mit Foto und Diktat, die Uhrzeit setzt die App. Gespeichert bleibt gespeichert: Eine Korrektur ist ein neuer Eintrag mit Grund, der alte bleibt stehen.
  • Erfasst wird auch ohne Netz; nachgereichte Einträge tragen Erfassungs- und Eingangszeit.
  • Rundgänge mit QR-Kontrollpunkten und die Übergabe der Vorschicht stehen mit im Wachbuch.
  • Am Morgen gibt die Verwaltung das Wachbuch frei – als PDF für den Auftraggeber.

Rundgang, Wachbuch für den Auftraggeber und Kundenportal gibt es im Tarif Pro.

Quellen

Diese Seite fasst allgemeine Informationen zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Bewachungsvertrag und Dienstanweisung können mehr verlangen.